Veränderungen

In den letzten Jahren hat sich beim Kranichzug einiges verändert. Die Vögel des Glücks sind bei uns in Norddeutschland zu Zeiten zu sehen, in denen sie früher schon längst in ihren Überwinterungsgebieten in Südfrankreich, aber meistens in Spanien angekommen waren.

Kraniche in der Winterlandschaft sind nichts ungewöhnliches mehr
Kraniche in der Winterlandschaft sind nichts ungewöhnliches mehr

Einerseits kann der fortschreitende Klimawandel dafür ursächlich sein, insbesondere ist aber auch das reichliche Nahrungsangebot in unserer Region ausschlaggebend. Aus der Luft machen die Vögel die riesigen Maisanbauflächen aus. Eine willkommene Nahrungsquelle. Zu Hunderten, manchmal zu Tausenden machen sich die Kraniche über die abgeernteten Maisfelder her, die oftmals den Winter über nicht umgebrochen werden. Etwa 5 – 8 % der Maiskörner werden auch von den modernen Erntemaschinen nicht aufgenommen. Offensichtlich ist es für die Kraniche ökonomischer, bei diesem guten Nahrungsangebot lieber etwas zu frieren, als den weiten anstrengenden Weg in die Winterquartiere zurückzulegen.

Morgendliche Winterstimmung im Tister Moor bei Sittensen. Auf dem Wasser hat sich eine leichte Eisschicht gebildet. Am ersten Weihnachtstag 2007 halten sich hier noch etwa 2000 Kraniche auf, obwohl seit 14 Tagen leichter Frost herrscht.
Morgendliche Winterstimmung im Tister Moor bei Sittensen. Auf dem Wasser hat sich eine leichte Eisschicht gebildet. Am ersten Weihnachtstag 2007 halten sich hier noch etwa 2000 Kraniche auf, obwohl seit 14 Tagen leichter Frost herrscht.

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